Titicaca: Kajakfahrt auf kristallklarem Wasser
von Monika



Die schwimmenden Schilf-Inseln der Uro sind ein beliebtes Ausflugsziel auf dem Titicacasee. Früher dienten die Inseln den Bewohnern dazu, sich vor Feinden zurückziehen, indem man die Inseln von den Uferzonen weg in das offene Wasser hinausmanövrierte. Somit waren die Bewohner bei Gefahr vor Übergriffen besser geschützt. Heute haben die Uros das touristische Potential ihrer Schilf-Architektur erkannt und betreiben auf den Inseln sogenannte Homestays. Dies bedeutet, dass sie Fremden (gegen Entgelt) ermöglichen ihre schwankenden Floss-Inseln zu betreten und in den Schilfhütten zu übernachten. So bekommen die Besucher ein hautnahes Feeling von den Lebensbedingungen auf den Inseln. Dazu verkaufen die Uros den Besuchern Souvenirs aus Schilf. Die ursprüngliche Funktion der Inseln gibt es eigentlich nicht mehr.
Die Bautechnik der floating islands ist jedoch nach wie vor äusserst faszinierend. Sie braucht äusserst viel Unterhalt und Voraussicht. Dies, da sich die im Wasser liegenden Schichten der Inseln fortlaufend zersetzen. Diese zerfallenden Schichten müssen systematisch von oben her erneuert werden.
Auch wir wollen die Schilf-Inseln gerne besuchen. Dies jedoch weder mit Touristenbooten noch mit Touristen-Bussen. Wir stellen uns vielmehr vor, auf dem Titicaca primär Kajak zu fahren und dabei eben auch die Schilf-Inseln der Uros zu besuchen. Beim kleinen und jungen Unternehmen Andean Ways und seinem Gründer Edison finden wir den idealen Partner für unsere Wünsche. Hier sind individualisierte Kajaktouren auf touristisch wenig genutzten Pfaden möglich. Edison ist ein junger Unternehmer voller Enthusiasmus und grossem geschichtlichem und kulturellem Wissen. Mit ihm arrangieren wir einen Kajak-Tag auf dem Titicaca. Trotz beginnender Regenzeit haben wir Glück: der Tag für unseren Ausflug bietet einladenden Sonnenschein bei nicht zu heissen Temperaturen.
Ein wunderschönes Erlebnis!
> Paddeln bei idealem Wetter, als wenn man der erste Mensch auf dem See wäre.
> Besuch einer verlassenen Schilf-Insel bei kristallklarem Wasser und absolut ohne Touristen. Ebenso besuchen wir die grosse touristische Schilf-Insel-Kette im Norden. Rund um diese Inseln im Norden zeigt sich jedoch auch die Umweltproblematik, mit der der Titicacasee heute kämpft. Überall schwimmen Plastikflaschen und es stinkt nach fauligem Wasser. (Der Titicacasee ist heute in die stark Umwelt gefährdete Zone eingeteilt)
>Während der Fahrt und bei den Pausen gibt uns Edison viele interessante Informationen zu Geschichte, Kultur und auch Umweltproblematik rund um den Titicacasee.
Und auch der persönliche Austausch kommt nicht zu kurz :-)
In der Folge findet ihr Bild- und Tonimpressionen des Events.