San Pedro de Atacama

von Monika

San Pedro de Atacama, eine kleine Wüstenstadt mit inneren Werten

Kommt man, wie wir, nachmittags um 13h mit dem Bus in San Pedro de Atacama an, präsentiert sich einem ein verschlafenes Wüstennest, flimmernd unter mittäglicher Hitze. Beladen mit Vollpackung, erklimmen wir die Zufahrststrasse zu unserem temporären Heim: dem Hotel Alto Yali.

Wir klingeln und nach kurzem Warten öffnet sich die Tür. Es empfängt uns Fily, der Geschäftsführer des Alto Yali. Fily nimmt uns schon bei der Anmeldungen unter seine Fittiche. Denn Fily ist wirklich ein warmherziger Mensch und am Wohl seiner Gäste aufrichtigst interessiert. Dass das Alto Yali in der Gästebewertung von booking.com zwischen 9.5 und 10 schwankt, hängt wohl auch wesentlich am Engagement und der mitfühlenden Betreuung von Fily.

Der Blick aus unserem Hotel

San Pedro de Atacama (2400 m.ü.M.) liegt am Rande des Altiplano nahe an der bolivianischen Grenze. Es ist für viele Reisende der Ausgangspunkt, um die verschiedensten Naturschönheiten der Atacama-Wüste zu besuchen. Auch wir sind hier, weil wir seit Anfang unseres Südamerika Trips wissen: Wir wollen mit dem Jeep in drei Tagen über das Altiplano zu den Salar de Uyuni in Bolivien. Eine Reise, die ganz grosses Naturschauspiel bietet. Farbige Lagunen und Geysire, grossartige Felsformationen und kilometerlange Fahrten über sandige Schotterwege; alles immer gerahmt von den Cordilleres, den hohen Gipfeln der Anden. Für die Reise selbst gilt es sich vorzubereiten, denn sie erklimmt Höhen bis zu 4960m ü.M., durchquert riesige Gebiete, in denen es keine Siedlungen oder Bewohner gibt. Die Temperaturen nachts fallen unter dem Gefrierpunkt, am Tag brennt dann die Sonne stetig vom Himmel. Die Atacama Wüste hat zum Teil Gebiete in denen seit 300 Jahren kein einziger Regentropfen gefallen ist. Also für Flip-Flop Tourismus keinesfalls geeignet. :-)

Wir sind nun also nach San Pedro gereist, um uns für diese Reise einen seriösen Touranbieter zu suchen und uns während einiger Tage wenigstens an diese Höhe akklimatisieren zu können. Die Übernachtungen während des Trips finden auf 3900 und 3600 m.ü.M. statt. Das ist für uns Unterländer doch eine beträchtliche Herausforderung.

Das in der Mittagshitze verschlafenen San Pedro erwacht gegen Abend zu geschäftigem Leben. Hinter den unscheinbaren kleinen Türen der einstöckigen Häuschen des Zentrums, verstecken sich nicht weniger als 72 Tour-Büros. Daneben viele Boutiquen, Restaurants und Läden mit Esswaren und all dem, was der zu Abenteuern bereite Tourist sonst noch braucht.

Für unser Programm zur Akklimatisierung verlassen wir uns, bezüglich „Auswahl des Tour-Anbieters“, auf die Empfehlung von Fily. Wir sehen vor, dass wir mit der Agentur „Cinca Coya“ zuerst einmal einen Tagestrip zur Laguna Chaxa und den Lagunen der Vulkane Miñique und Miscanti machen. Diese Tour führt bereits auf Höhen von 3200-4200 m.ü.M. Am Abend jedoch dann auch wieder zurück nach San Pedro. Frei nach dem alpinen Bergsteigermotto: climb high, sleep low. So können wir zumindest einmal als erste Erfahrung erspüren, wie unser Körper auf derartige Höhe reagiert. 

Die zweite Tour, die wir buchen, führt in‘s Valle de la Luna. Diese Tal liegt zwar nicht wirklich höher als San Pedro, es ist aber extrem trocken und heiss. Es bietet mondähnliche Verwerfungen, Sanddünen und bizarre Gesteinsformationen. Und von einer der grossen Dünen aus einen der schönsten Orte zum Genuss des Sonnenuntergangs, der die Cordilleres in farbige Gluten taucht.

Hier zeigen wir euch ein paar Impressionen von den beiden Touren:

Kommentar von Regula |

Superschön, diese Landschaften!

Kommentar von Nosi |

Da kann man sehen wo die SciFi Produzenten ihre Inspiration her haben. LG

Bitte addieren Sie 8 und 9.

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