Das Glück der Erde...

von Monika

Wir lernen Jimmy, Arjeto, Esteban und Nicolas Emiliano kennen, machen Bekanntschaft mit dem Homer Simpson von Patagonien und reiten in echter Gaucho-Manier durch die Weiten Der Pampas.

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde...sagt ja der Volksmund....dies gilt sicher für die Gauchos Argentiniens, und heute definitiv auch für uns!

Heute haben wir die Estancia Rio Mitre besucht. Diese liegt inmitten einer umwerfend schönen patagonischen Weite, circa 40 km vom Perito Moreno entfernt. Die Estancia hat 2000 Hektaren Land und ist damit für argentinische Dimensionen ein eher kleiner Betrieb; nur 300 Rinder ;-) und 40 Pferde.

Das Wohnhaus liegt leicht erhöht. In der Ferne glitzert ein See dahinter Schneeberge. Etwas unterhalb des Hauses eine Koppel für Pferde, ein Stall, frei laufende Hühner ein stattlicher Truthahn, am Himmel kreisen Kondore vor schnell vorbei treibenden Wolkenfetzen; Stämmige braunweisse Rinder grasen in der Ebene und ab und zu hoppelt ein Hase durch die Grasbüschel. Ein Bild, idyllisch wie auf einer Postkarte.

Als wir die Estancia erreichen und zum Wohnhaus hochsteigen begrüsst uns auf der Terasse diese kleine Schar.

Die kleinen Geissen sind kuschelweich und zutraulich und schlicht zum Verlieben süss. Esteban, der Besitzer der Estancia und sein Sohn führen uns in die Küche. Beide haben auffallend schöne wasserblaue Augen, sie sind Nachfahren ungarisch-kroatischer Auswanderer. Aha...da liegt der Hund begraben. 

Wir dürfen uns ungeniert umschauen und Geisslein kuscheln, und wir unterhalten uns mit unseren, leider immer noch beschränkten Spanisch-Skills, mit Esteban.

Bevor wir mit Nicholas, dem Gaucho aufbrechen legt Estaban ein riesiges Stück Lammfleisch auf den Grill am offenen Feuer; das liegt nun zwei Stunden da, um im Rauch des Feuers zu schmoren, bis wir nachher von unserer zweistündigen Cabalgata zurück kommen werden...das Gericht nennt sich Cordero alla Parrillia, ein Barbecue aus patagonischem Lammfleisch. Das hat sich Thierry zum Mittagessen gewünscht. 

Wir steigen mit Nicholas zur Pferdekoppel hinunter und lernen Jimmy und Arjeto kenne.

Diese beiden stehen bereits gesattelt an der Koppel und warten auf den Ausflug. Nach „Kürzest-Einführung“ in die wichtigsten „Steuerbefehle auf Gaucho“ geht’s auch schon los. Wir reiten in die Ebene in Richtung Flamingo-See. Super! Das wollten wir schon immer mal ausprobieren und Jimmy und Arjeto unsere Pferde sind echt zuverlässig und brav.

Reiten ist eine tolle und meditative Beschäftigung... wir könnten das stundenlang tun...jetzt wissen wir warum es Lucky Luke jeweils nicht lange in den Städten seiner Abenteuer hält und er unbedingt immer wieder in den Sonnenuntergang reiten muss... :-)

Nach unserer Rückkehr in die Estancia, wärmen wir uns am Ofen, den Esteban eingeheizt hat und essen, beflügelt von patagonischer Freiluft-Kur, mit grossem Appetit die von Esteban lecker zubereitete Parrillada mit vino tinto und Ensalada.

Danach erzählt uns der wirklich sehr symphatische und aufrichtig wirkende Esteban die Geschichte der Estancia seiner Familie und zeigt uns Fundstücke aus verschiedensten erdgeschichtlichen Epochen. Diese fördern jeweils die Überschwemmungen des auf dem Farm-Land liegenden Lago Argentinos an die Oberfläche. (Diese Fluten entstehen dann, wenn der Gletcher Perito Moreno den süd-westlichen Arm des Lago Argentino vom Abfluss abschneidet und in der Folge die weltberühmten Eisbrücken am Kopf des Gletschers entstehen. (Vrgl. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Perito-Moreno-Gletscher)

Unter diesen, zum Teil aus der Steinzeit stammenden Fundstücken, befindet sich auch dieser seltsam geformte Stein links. Von diesem vermutet man, dass es sich quasi um die „Füllung“ eines Affenschädels handelt, die nun versteinert ist. 

Eben Homer Simpsons steinzeitliches Vorbild aus Patagonien :-)

 

Kommentar von Claude |

Merci de nous faire rêver..

Kommentar von Pesche Balsiger |

Wobei für Homer wahrscheinlich ein zu grosses Hirn

Bitte addieren Sie 8 und 9.

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