Chiloé

von Monika

Chiloé - eine grüne Insel, mit kleinen Häuschen, kleinen Leuten, gelben und roten Büschen, von der UNESCO geschützten Holzkirchen und Westküstenklima. 

Wir übernachten in Castro, in einem Hospedaje, dem Torre de Babel. Diese Art „Hotel“ bietet Zimmer mit gemeinschaftlicher Bad- und Küchenbenutzung; es handelt sich dabei eigentlich um ein grösseres privates Haus, das einfach seine Türen für Gäste öffnet und diesen neben dem Frühstück in der Küche des Hauses auch einen kleinen Informations- oder Vermittlungsservice anbietet. Aber es gibt keinen Zimmerservice oder Conciergedienst. Das ganze wir vom Hausherrn selbst gemanaged.

Im Torre de Babel finden wir einen wirklich symphatischen Gastgeber. Danke Luis für die guten Tipps zur Erkundung der Insel und der Insel-Kulinarik!

In Castros Strassen ist Chile (folgend unserer C(h)lichée-Vorstellung) „lateinamerikanischer“ als Patagonien. Es gibt ein buntes Leben, Strassenküchen, viele kleine und Kleinst-Geschäfte, Verkauf und Handel auch auf dem Gehsteig der Strassen.

Die Küche inspiriert sich von dem, was das Meer bietet. Muscheln, Mollusken, Fisch, Oktopus, verschiedenste Suppen und Eintöpfe mit zum Teil abenteurlichen Mischungen aus Käse, Fisch, geräuchertem Schweinefleisch. Auf chiloischen (Heimat-?) märkten verkaufen sich vorwiegend grob gestrickte Woll-Pullover, gefilzte Teppiche und Flechtwaren aus einer Art Schilfgras.

Die Häuser sind fast ausnahmslos aus Holz gebaut. Ohne Keller, dafür zum Teil über eine etwas Luft schaffende Holzkonstruktion, leicht vom Boden abgehoben. Viele der Häuser tragen Holzschindeln an den Aussenwänden und sind manchmal farbig bemalt. Eine bekannte Spezialität der Insel sind die sogenannten Palafitos. Die Palafitos sind Häuser am Hafen, welche auf ihrer dem Meer zugewandten Seite, durch Holzstützen über das Wasser gehoben werden. Also quasi einseitige Pfahlbauten wie in Venedig. Dies gibt den Häfen ein malerisches Aussehen. 

Alle diese Eindrücke sammeln wir auf einer kleinen „Insel-Hopping-Tour“, zu Fuss mit Kleinbus und Fähre. Wir besuchen dabei die Nachbarinsel Quinchao... wo wir übrigens in der Markthalle des Hafens bei einer der dort Hausmannskost-kochenden Frauen wirklich ausgezeichnet und super günstig essen. 

Die berühmten Kirchen Chiloés sind UNESCO Welterbe.

Holz ist hier ebenso das Baumaterial der Kirchen, die jedoch trotzdem eine beträchtliche Grösse erreichen können. Wir haben zwei davon besucht: Castro (eine der grössten) und Achao (die älteste der noch erhaltenen).

Von aussen sind die beiden Kirchen eher einfach. Eine Art langgezogene Halle mit einem Turm im Westen, der über einer mit einfachen Bögen gestalteten Westfront trohnt. Im Innern, und dies ist das faszinierende daran, sind alle architektonischen Element wie Säulen, Tonnen- und Kreuzgewölbe aus Holz gebaut. Also Elemente, die eigentlich eher typisch für steinerne Kirchenbauten sind. Der alleinige Einsatz von Holz als Baumaterial geht noch weiter - alle Verbindungen bestehen aus Holz - also keine Nägel oder Schrauben! Die hohe Kunst der Zimmerleute! 

Wenn man eine dieser Holzkirchen betritt, wird man von der Wärme, die der Raum ausstrahlt überrascht und eingenommen. Die Fenster sind manchmal mit farbigen Gläsern ausgelegt.

Sie sind jedoch nicht sehr gross und immer einfach gehalten. Die Elemente der Innenausstattung, wie Altäre, Kanzeln, Raumtrenner erhalten ornamentale Holzverzierungen. In den Kirchen finden sich sehr naturalistisch gestaltete 3-dimensionale Jesus- und Marien- Figuren. Diese sind mit wunderbaren Kleidern angezogen und im Licht inszeniert. 

Kommentar von Pesche Balsiger |

Ich brauche auch wieder mal Ferien- sieht super aus. Die Mützen sind ja auch wieder im Trend.

Kommentar von Thorsten |

Peter braucht wieder Ferien. halte mir gerade den Bauch vor Lachen

Antwort von Thierry

:-)

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