Callejear
von Monika
Wir entdecken die Geschicht(en) einer Stadt in ihren Bauten, treffen Engel und Dämonen der Unterwelt, tauchen ab in die Schichten der Graffiti-Kunst und erkennen, Dollari - Dollari! sind das Triebwerk jeder Stadt.
Buenos Aires vereint mühelos den „Shabby Schick“ alter spanischer Kolonialarchitektur mit den modernen existentiellen Anforderungen einer pulsierenden lateinamerikanischen Grosstadt. Für den Stadtwanderer gibt es ein überraschendes und faszinierendes Konglomerat von Farben, Formen, Gerüchen und Klängen zu erkunden. Da hier nicht alles sofort geputzt und wegrenoviert wird, hinterlassen alle Generationen und Ethnien, die Klimaeinflüsse und der Verkehr ihre Spuren an den Gebäuden und prägen das Gesicht der Stadt.
In der Folge einige Bildimpressionen unserer ersten Streifzüge durch verschiedene Quartiere:
Offizielle Gebäude und Plätze, Nationale Grössen und Helden gibt es auch hier. Buenos Aires hat sogar einen riesigen Obelisken.


Puerto Madero ist ein ehemaliges Hafengebiet im Umbruch. Auf einer langen Promenade entstehen hier Umnutzungen in der alten Hafenanlage. Alles noch immer mit dem Kolorit der alten Backsteinbauten. Die alten Ladekräne werden zur Zierde stehen gelassen und verleihen dem Ganzen den hippen „Industrial-Touch“



Graffiti hat in Buenos Aires eine grosse Tradition und hat viele tolle und überraschende Stadtansichten geschaffen. Vor allem die Quartiere la Boca, Palermo und San Telmo zeigen sich in farbigem Gewand. Die Künstler sind erfinderisch und selbstsicher. Hier nur zwei drei kleine Teaser.



Der Friedhof la Recoleta ist eine kleine Stadt in der Stadt, in der jede Familie ihr eigenes Grabhaus hat. Diese Grabstätten werden von lebensgrossen Porträt-Statuen, Engelsfiguren, klagenden Frauen oder „die-Unterwelt-in-die-Schranken-weisenden“ Racheengeln begleitet. Ein Ort in dem man sich treiben lassen und hinter jeder Ecke etwas Neues entdecken kann.



Buenos Aires hat weitläufige Pärke und Erholungs-Zonen. Zwei davon haben wir besucht. Den botanischen Garten und den, für unser Empfinden etwas zu „exaltierten“ japanischen Garten. Aber ein schöner Kontrapunkt zur Hektik und Lautstärke der städtischen Immissionen warś auf jeden Fall.


La Boca ist ein in der Nacht eher gefährliches Quartier.
Früher wohnten hier Immigranten vornehmlich aus Italien, die sich als Dockarbeiter verdingten. Sie bauten ihre ersten Unterkünfte aus Metall-Resten, die beim Schiffsbau anfielen. Diese Häuser bemalten sie dann mit verschiedenen Rest-Farben. Diese bunte Bemalung gab und gibt dem Viertel ein äusserst pittoreskes Aussehen und zieht heute viele Touristen an. Die Strassenzügen um „el Caminito“ sind zu einem Rummelplatz aus Strassenhändlern, Strassenkünstlern und Touristen-Restauration geworden. La Boca sei im Übrigen der eigentliche Geburtsort des argentinischen Tangos.







Ein Zeichen, dass es einer Wirtschaft nicht so toll geht, ist sicher das Aufkommen einer Schattenwährung. In Buenos Aires findet man downtown an jeder Strassenecke selbsternannte Devisenhändler, die den ganzen Tag lang ihr Lied des Wechselkurses singen...
Kommentar von claude perroudsch6 |
que les couleurs sont belles très bon texte merci à vous
claude
Kommentar von Regula |
So eine bunte abwechslungsreiche Stadt? Macht eim grad gluschtig!!
Kommentar von Antoinette |
Geniesst es für uns mit und stosst mit einem lokalen Roten auf die Daheimgebliebenen an!