Der Weg zur Weisheit 1 (Awaji-Shima)
von bluegecko · 👁 50 Aufrufe
Der Weg zur Weisheit führt über den Ursprung die Glückseeligkeit und die Tugend 🤓
Unsere Route: Sumoto (→ Schwemmland-Ursprung), Fukura (→ Glueck/Wohlergehen), Tokushima (→ Insel der Tugend), Kochi (→ grosse Weisheit)
Nach einem sanften Einstieg über die zwei, mit allen Annehmlichkeiten ausgestatteten Großstädte, Osaka und Kobe, wagen wir den Schritt. Wir reisen mit dem ÖV Richtung Süden. Über die Insel Awaji-shima folgen wir im Wesentlichen der Ostküste Japans und besuchen Fischerdörfer, und kleine Städtchen. Wir lassen uns von allem überraschen, was das tägliche Leben an Anforderungen an uns heranträgt. Geniessen lokale Attraktionen, historische Hotspots und natürlich - für uns immer wieder eine Quelle der Glückseeligkeit 😍- alles was die Köche der lokalen Küche zu bieten haben. Welche Perlen in diesen unspektakulären ländlichen Destinationen zu entdecken waren, könnt ihr den nachfolgenden Galerien entnehmen.
Sumoto (洲本 / すもと)
- 洲(す, su) = Sandbank, Schwemmland, Land im Wasser bzw. kleine Insel
- 本(もと, moto) = Ursprung, Basis, Anfang
Fukura (福良 / ふくら)
- 福(ふく, fuku) = Glueck, Segen, Wohlergehen
- 良(ら / りょう, ryoo)= gut, guenstig, vortrefflich
Für die Strecke Sumoto Fukura organisieren wir ein Taxi, damit wir mehr von der Küste sehen und individuelle Stops einlegen können
Auf einer stillgelegten Militärbasis erobert sich die Natur den Platz zurück. Von hier beobachten wir die Durchfahrt eines U-Bootes durch die strategisch wichtige Meerenge
Moguranai sensuikan - 潜らない潜水艦 (Not So Submarine)
Bei Not So Submarine habe ich mit einem Augenzwinkern den typischen Sonarton aus U-Boot-Filmen aufgegriffen. Gleichzeitig läuft der Originalton der Szene mit: Wir stehen auf einem Hügel, die Vögel singen, und aus der Ferne ist das dumpfe Maschinenrauschen des U-Boots zu hören.
Diese beiden Ebenen habe ich musikalisch aufgenommen. Da ist einerseits etwas Dunkles und leicht Bedrohliches – ein U-Boot weckt unweigerlich Assoziationen an Krieg und Unsichtbarkeit. Andererseits fährt dieses U-Boot ganz offen an der Oberfläche vorbei und ist damit irgendwie gar nicht so recht ein U-Boot. Die friedlichen Vogelstimmen verstärken diesen beinahe absurden Gegensatz noch zusätzlich.
Uzu no Oka - hommage an die Zwiebel
- ein touristisch ausgebauter Fotospot, der die japanische Leidenschaft für's Selfie bedient. Vor der grossen Zwiebel bilden sich Warteschlangen und es gibt passende "Props" und angesagte Gesten, welche das Bild inszenieren. Im Restaurant daneben geniesst man Spezialitäten rund um die Zwiebel und das Fleisch der Region - sehr feine Küche!
Naruto Strudel
Die Naruto-Strudel sind spektakuläre Gezeitenstrudel in der schmalen Meeresenge zwischen der Stadt Naruto (Insel Shikoku) und der Insel Awaji in Japan. Das Phänomen entsteht, wenn grosse Wassermassen zwischen dem Seto-Binnenmeer und dem Pazifischen Ozean durch Ebbe und Flut aufeinanderprallen. Man kann mit einem "fake-Segelschiff" in den "Whirlpool hineinfahren" und Ausschau nach den Wasserstrudeln halten. Ein 1h-stündiger Ausflug, der durchaus familientauglich ist und viele japanische Touristen anzieht.
ahh...kirei! kirei! kirei!
Okonomiaki im kleinsten Restaurant der Stadt
Dieses Abendessen war ein super Erlebnis…in das wir ganz per Zufall tappen. In einer kleinen Nebenstrasse treffen wir auf ein Schild auf dem (Thierry’s Übersetzungskünsten sei Dank) „Nr. 1 - die besten Okonomiaki“ steht.
Dahinter verbirgt sich eine unscheinbare Schiebetüre, die eher „privaten“ Charakter hat… wir wagen einen Blick hinein… und tatsächlich, die Türe eröffnet einen super kleinen Raum mit einem Mini Tresen und einer Tepanjaki Bratfläche. Am Tresen sitzen ein Fischer und ein junges Mädchen. Sie lächeln uns an und sagen… „kommt herein, wir empfehlen dies sehr“ (nochmals Dank an Thierrys Übersetzungskünste) Die Köchin hinter dem Tresen ist etwas verunsichert über den Besuch zweier Gaijin und macht uns klar, dass ihre Speisekarte auf Okonomiaki beschränkt ist… ja eben 😋 deretwegen sind wir ja hier eingetreten! Also setzen wir uns auf die zwei verbleibenden Stühle am Tresen und lassen uns Okonomiakis nach Empfehlung des Hauses braten. Währenddessen erprobt Thierry seine japanischen Smalltalk-Skills und wir erfahren einiges über die beiden anderen Gäste :)
Tokio „Monogateri“ zum zweiten! :) … und…die Okonomiakis sind tatsächlich super lecker !!
Puppentheater
Das Awaji Ningyoza (Awaji Puppet Theater) in Fukura, zeigt täglich traditionelle Aufführungen des über 500 Jahre alten Puppenspiels Awaji Ningyo Joruri. Einer tragischen Geschichte in deren Verlauf der zum Dieb heruntergekommene Vater seine eigene Tochter aus Geldgier tötet.
Die ausgeklügelten Puppen müssen von drei Personen gleichzeitig bedient werden.
Kommentare
Kommentar von Karin |
Das Essen sieht wunderbar aus...
Ich habe fast den Eindruck, dass ich mit auf Reise wäre, so spannend sind die Reiseblogs zu lesen.
Herzlichst Karin
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