Naoki Iwata - Dixieland und steady step
von bluegecko · 👁 101 Aufrufe
Naoki Iwata gibt uns einen Einblick in seine Welt
An unserem zweiten Tag in Osaka treffen wir Naoki Iwata. Naoki hatte in seinen Jugendjahren zusammen mit Thierry in Bern am Konservatorium studiert. Zufälligerweise gibt er mit seiner Band „Heart Beat Dixieland“ ein Konzert in Osaka - eben an diesem Tag. Die Band feiert ihr 20-jähriges Bestehen und gibt zu diesem Anlass ein Jubiläumskonzert in einem Jazz Keller. Wir sind dabei…und haben die Ehre als Special Guests nicht nur am vordersten Tisch zu sitzen sondern dürfen auch eine Mini Scat-Impro liefern… na ja, eigentlich dürfen alle, wenn dann der Kapellmeister mit einem Plastik-Zeigehändchen auf den jeweiligen Konzertbesucher zeigt ;)
Hier profitieren wir von einer unerwarteten wilden Mischung aus japanischer Popkultur und klassischem New-0rleans Dixieland. Präsentiert sowohl in klassischer Form als auch mit neuen frechen Arrangements. Zum Abschluss der Feier gibt‘s für alle ein Stück Geburtstagskuchen.
Nach dem Konzert gehen wir zusammen was essen. Naoki zeigt uns ein kleines Geheimtipp Restaurant (http://www.hyoutei-soba.com/) und bestellt für uns „querbeet“ typische Kleinigkeiten zum picken und natürlich die hauseigenen kalten Soba-Nudeln mit einer auf Yuzu basierten Sauce. Wir geniessen sehr leckeres Essen und ein warmes, typisch japanisches Ambiente!!! «Tokio monogatari» life :)
Am dritten Tag in Osaka treffen wir uns wieder mit Naoki, um unsere kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise gemeinsam weiter zu führen. Es ist toll mit Naoki eine Stadt zu erkunden, denn er nimmt sich Zeit für den Moment! Dadurch entschleunigt sich alles fast magisch und man wandelt in gelassenem „steady step“ von Eindruck zu Eindruck.
Wir starten mit dem Besuch eines chinesischen Dumpling Restaurants, danach geht’s nach Osaka Shinsekai (Osaka neue Welt), zu einem gemütlichen Bier und Karage Spiesschen…und schliesslich zum Osaka Castle, welches wir - ehrlich, ganz ungeplant - genau zum goldigen Licht der Abendsonne erreichen. Was für ein Tag. Herzlichen Dank Naoki!
Ōsakajō sanpo - 大阪城さんぽ (Osaka Castle Walk)
Mit meinem Freund Naoki lernt man schnell, das Leben in einem gemächlichen, entspannten Tempo zu nehmen. Osaka Castle Walk versucht, etwas von dieser Haltung und von den vielen Stimmungen unserer gemeinsamen Tage einzufangen.
Die Musik bewegt sich zwischen Moll und Dur, zwischen warmen, nachdenklichen Momenten und leichteren, beschwingten Passagen. Sie begleitet Erinnerungen an Namba und Shinsekai, an das Schloss von Osaka im goldenen Licht der untergehenden Sonne – und vor allem an die vielen Gespräche, die möglich wurden, nachdem wir uns 22 Jahre lang nicht gesehen hatten.
So ist das Stück weniger die Vertonung eines einzelnen Spaziergangs als eine kleine musikalische Erinnerung an diese Tage und ihre ganze Palette an Eindrücken.
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