Kobuchizawa
von bluegecko · 👁 9 Aufrufe
Anfahrt mit JR und dem Panoramazug 1375
Auf dem Weg nach Kobuchizawa machen wir einen Zwischenstopp in Komoro. Wir sind wieder mit ÖV unterwegs und haben etwa 4 Stunden Aufenthalt in der Stadt, bevor der Panoramazug 1375 der JR losfährt, um den höchsten Punkt der japanischen Eisenbahn zu erreichen.
Es regnet. Aktuell beeinflusst der Taifun Champi das Wetter im Süden und im Zentrum Japans. Und wir bremsen unsere Reise Richtung Meer etwas ab, da noch nicht ganz klar ist, wo der Taifun auf Land trifft bzw. welche Küstenregionen mit hohem Wellengang rechnen müssen.
Die Erkundungstour der Stadt ist also ziemlich nass. Was jedoch in den Strassen zu schwarz-weiss Ästhetik führt, bringt im Herbstlaub und den Moosflächen des Schlossparks Wärme und Strahlen in die Farben.
Die Stadt bereitet sich gerade - wacker dem Regen trotzend - auf ihr Herbstfestival vor. Überall werden Lampions, bunte Schirme und Stände errichtet.
Obwohl die Verbreiterung der zentralen Strasse und die Führung der Bahnlinie den historischen Kern „zerschnitten“ hat, scheint die Stadt trotzdem um ihre Attraktivität redlich bemüht.
Bogenschützen
1375 e - 1375へ (Hinauf zu 1375)
1375 e begleitet unsere Fahrt mit dem HIGH RAIL 1375 von Komoro nach Kobuchizawa. Der Panoramazug fährt auf der Koumi-Linie, die zwischen Kiyosato und Nobeyama auf 1'375 Metern den höchsten Punkt des gesamten JR-Streckennetzes erreicht. Genau daher kommt auch sein Name: HIGH RAIL 1375. JR East nennt ihn passend dazu den „Zug, der dem Himmel am nächsten ist“.
Die Musik ist ausschliesslich für Holzbläser geschrieben. In einem unruhigen 5/8-Takt gibt die Bassklarinette den Rhythmus des fahrenden Zuges vor, während Flöten, Oboen, Klarinetten und Englischhorn sich mit Begleitung und Melodie abwechseln.
Am höchsten Punkt kommt auch die Musik für einen Moment zur Ruhe: Der 5/8-Takt weicht einem langsamen 4/4, und Flöte und Englischhorn spielen ein kleines Duett über der Bassklarinette. Danach setzt sich der Zug wieder in Bewegung, der 5/8 kehrt zurück, das Tempo nimmt allmählich zu – bis die Fahrt schliesslich leise ausklingt.
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Der Taifun ist unterdessen in Taiwan auf Land getroffen und wandelt sich in ein subtropisches Tief um. Dies ist positiv für den geplanten Flug vom 2. November von Tokio nach Aukland bringt aber dem Land weiter viel Regen. Also verbringen wir in unserem Hotel in Kobuchizawa etwas Zeit mit schreiben, zeichnen, komponieren und organisieren und machen zwei kürzere regentaugliche Exkursionen zu Indoor-Locations.
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