Kanazawa - Tradition trifft auf Moderne
von bluegecko · 👁 11 Aufrufe
Wo Modernität auf Tradition trifft
Da Kanazawa weitgehend von den Zerstōrungen des zweiten Weltkrieges verschont blieb, kann man hier noch in echten historischen Vierteln aus der Edo-Zeit wandeln. Kanazawa ist jedoch keinesfalls „nur“ ein hübsches Museum. Geischa Kultur und traditionelles Handwerk wird hier noch aktiv gelebt. Aber auch zeitgenössische Kultur und Lebensform hat in der Stadt ihre eigenen Plattformen. Wie zum Beispiel im „21st Century Museum of Contemporary Art“
Und… die Stadt glänzt auch mit hervorragenden lokalen Gerichten und frischen Meeresfrüchten, die auf dem zentralen Omachi-markt fangfrisch auch in leckere Gerichte verwandelt werden und zum „Häppchen-Strolling“ verleiten.
Iro to Mizu no Aida - 色と水のあいだ (Zwischen Farbe und Wasser)
Iro to Mizu no Aida – „Zwischen Farbe und Wasser“ – begleitet Bilder aus dem 21st Century Museum in Kanazawa. Viele der Werke dort spielen mit Wahrnehmung und laden gleichzeitig zum Entdecken ein. Leandro Erlichs The Swimming Pool lässt uns an der scheinbaren Wasseroberfläche zweifeln, während Olafur Eliassons Colour activity house mit farbigem Glas den Blick auf die Umgebung verändert. Florian Claars Klangfeld Nr. 3 für Alina wiederum verbindet seine röhrenförmigen Klangobjekte unterirdisch miteinander, sodass Stimmen überraschend an ganz anderer Stelle wieder auftauchen.
Gerade dieses Spielerische prägt die Bilder: Kinder lauschen neugierig an den Klangröhren, ein Junge liegt fasziniert am Rand des Pools und schaut in die scheinbare Tiefe. Die Kunst will hier nicht nur betrachtet, sondern ausprobiert und erlebt werden.
Aus dieser Mischung aus Staunen, Spiel und veränderter Wahrnehmung ist auch die Musik entstanden. Über ruhigen, ätherischen Flächen tauchen je nach Bild Kalimba-, Glas- und Stahlklänge auf – mal klar und funkelnd, mal fast schwerelos. Eine einfache modale Harmonik hält alles zusammen und lässt zugleich viel Raum für kleine klangliche Entdeckungen, ähnlich wie die Kunstwerke selbst.
Kenroku-en Garden
Dieser weitläufige Landschaftsgarten zählt zu den drei schönsten Gärten Japans. Lässt man sich darin treiben ergeben sich an jeder Wegstelle fantastisch schöne Bilder. Vom Detail zur Übersicht - alles scheint perfekt arrangiert. Nicht auszudenken, wenn dann noch die Jahreszeiten ihr Werk tun…da braucht es definitiv eine weitere externe Festplatte 📸☺️
21st Century Museum of Contemporary Art
„For many artists, the creative process begins with the act of observing the outside world. Works that depict the scenery of unfamiliar places or shed new light on familiar landscapes have always served to spark our curiosity. So what becomes visible when we turn our attention to the act of walking itself? Activities such as walking, mountaineering, and pilgrimages can become physical processes that encourage free thought and bring us closer to the sublime, instead of just being a means of getting from one place to another.“
Das war der Text, der die momentane Ausstellung einführt. Er spricht mir aus dem Herzen und passt auch wunderbar zu unserer Reisephilosophie…
Higashi Chaya District
Das am besten erhaltene Geisha-Viertel der Stadt mit traditionellen, dunklen Holzfassaden aus der Edo-Zeit. Hier kann man historische Teehäuser wie das Shima Teahouse besuchen, sich auf die hoch stilisierte Kunstformen der Geishas einlassen oder lokal produziertes Handwerk entdecken. Allen voran die allgegenwärtigen Produkte der Blattvergoldung.
Omicho Market
Der lebhafte Frischwarenmarkt der Stadt existiert seit über 300 Jahren und beherbergt mehr als 170 Geschäfte. Er ist der ideale Ort, um frische Meeresfrüchte aus dem Japanischen Meer zu probieren
Nagamachi Samurai District
Ein historisches Wohnviertel, in dem einst die Samurai des Maeda-Clans lebten. Die engen Gassen sind von Lehmwänden und kleinen Kanälen gesäumt.
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