Über die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Reisschüsseln
Wir lernen heute die wahre Nutzung von Reisschüsseln kennen und flitzen mit einem Motorrad den Berg hoch. Da wir soviel Spass am Fahren haben, machen wir noch einen kleinen Abstecher um... Reis zu essen.
Dass Asiaten viel Reis essen, ist ja hinreichend bekannt, dass ihre Essgefässe jedoch auch nicht kulinarischen Verwendungszwecken zugeführt werden, haben wir heute erfahren dürfen ;-)

Also, nachdem wir heute mit dem Motorradvermieter einig geworden sind, heisst es, Reisschüsseln aufgesetzt und auf zu unserer kleinen Spritztour in die Berge und das Umland von Chiang Mai! Unser erstes Ziel ist der "Wat Phrathat Doi Suthep" eine Tempelanlage, die auf ca.1000 Meter Höhe auf dem Hausberg von Chiang Mai liegt. Wir geben zu, unser Interesse gilt nicht nur der ehrwürdigen Anlage, sondern wir freuen uns vor allem auch darauf, die wunderschön mäandernde Strasse mit unserem Gefährt zu erklimmen und dabei der Hitze der Stadt zu entkommen. Die Fahrt auf unsererm Flitzer enttäuscht uns nicht (für Technik-Interessierte und unseren Töff-Mech zu Hause: Ein Honda 125 "Click" mit Automatikgetriebe und schön viel Power). Es macht Spass, ausgestattet wie zwei Calimeros die Gesetzmässigkeiten von Thailands Verkehr zu erkunden. Wir stellen fest, Thailands Verkehrsteilnehmer sind äusserst aufmerksam. Man hat den Eindruck jeder sieht jeden - Verkehrsregeln werden nicht allzu eng gesehen,- trotzdem fliesst der Verkehr reibungslos. Hat man dann den Parkplatz unterhalb der Anlage erreicht, erwartet den Besucher eine imposante Treppe von dreihundert Stufen. Phu...also hoch zum Tempel.

Die ganze Anlage ist ziemlich touristisch aufgemotzt. Mädchen führen in traditionellen Kostümen traditionelle Tanzschritte vor, kleine Buben zeigen eine Art stilisierte asiatische Kampfkunst. Alles natürlich nicht ohne den obligaten Sammeltopf.


Betritt man das Innere des Tempels strahlt dem Besucher ein imposanter goldener Chedi (Turm in dem eine Reliquie Buddhas aufbewahrt wird, ähnlich den Stupas im Tibet) entgegen. Dieser wird von den Gäubigen in einer langsamen Prozession umrundet, wobei in beiden Händen eine Blume vor der Brust getragen und Verse rezitiert werden.


Nach einer kleinen Erfrischung geht's weiter zu einem Badesee in der Region. Die Spezialität dieser Badi ist es, dass die Besucher einen eigenen, über dem Wasser "schwebenden" Schilfpavillon beziehen und darin mit Essen "a la carte" versorgt werden. Der Kellner läuft dem Ufer entlang und bringt die bestellten Köstlichkeiten in einem Einkaufskorb zu den Schilfhütten. Die Badigäste haben so ihren kleinen geschützten Raum, können fürstlich essen und dazwischen einen Schwumm im wohl 30-grädigen Wasser des Sees wagen. Bemerkenswert für uns Europäer ist es, dass fast alle Thais, wenn sie überhaupt baden, dies in T-Shirt und Shorts tun.


Wir kehren danach wieder in den turbulenten Stadtverkehr zurück - Monika schlängelt sich schon ganz thai-mässig mit dem Motorrad zwischen den Autokolonnen, so dass wir auch die ersten an der Kreuzung sind, wenn die Ampel auf grün schaltet.


Am Abend machen wir noch einen Besuch im "Saturday Walk", einem Nachtmarkt im Süden der Stadt. Ein schönes Erlebnis mit hunderten von Ständen, die vorallem lokal erzeugtes Kunsthandwerk anbieten. Danach geht es mit einem Tuk-Tuk in einer unglaublich rasanten Fahrt durch die engen Gassen der Altstadt zurück ins Hotel. Tom Lüthi hätte hier keine Chance gehabt.