Reich, blumig und pikant....Thailands 1000 Köstlichkeiten

Es gibt eine einfache Gleichung: Thailand = Essen. Wir wollten erleben, wie es hinter dem Kochherd zu und hergeht und haben uns für einen Kochkurs angemeldet. Wir können versuchen, die Zutaten, Abläufe, Farben und Informationen rund um die thailändische Küche hier wiederzugeben, jedoch die Gerüche, die Feinheiten auf dem Gaumen und das wohlige Gefühl beim Kochen und Essen bleibt nur uns vorbehalten!

Wie aufmerksame Leser des Blogs sicher schon bemerkt haben, ist Essen in Thailand allgegenwärtig...und damit meinen wir wirklich allgegenwärtig. Unzählige Strassenküchen, flexible Garküchen auf Rädern und klassische Restaurants werben mit ihren verführerischen Düften um die Gunst der Passanten. Thailänder scheinen die Kochkunst mit der Muttermilch aufzusaugen. Auf den Märkten lockt eine verschwenderische Vielfalt tropischer Früchte und Gemüse.

Heute haben wir beschlossen uns einen kleinen Einblick hinter die Töpfe zu verschaffen.

Wir machen einen thailändischen Kochkurs. Wir tun gut daran, unser Morgenessen spartanisch ausfallen zu lassen, denn wir werden lernen, vier verschiedene Gerichte zuzubeiten, welche dann natürlich auch gegessen werden dürfen.

Unser kulinarisches Abenteuer beginnt mit der Besichtigung des Kräutergartens unserer Kochschule. Ary, unser symphatisch lockerer Kochlehrer, lässt uns an den verschiedenen exotischen Gewürzen schnüffeln und erklärt uns deren Einsatz in den thailändischen Gerichten; Lemon Grass, thailändischer Ingwer, verschiedene Sorten von Basilikum und Koriander, eine Art feiner Frühlingszwiebeln, Thai-Bananen und Limes, um nur einige der Pflanzen zu nennen, die uns vorgestellt werden. Im Kräutergarten gibts auch eine spezielle Hütte zur feuchten Zucht von Pilzen und einen plätschernden Brunnen... was will man mehr.

Danach geht die Gruppe auf den Markt um Warenkunde vor Ort zu betreiben. Die erntefrischen Waren werden ergänzt durch ein weites Angebot an verschiedenen, frisch zubereiteten Curry Pasten und Nudeln...und natürlich der Abteilung für getrocknete Leckereien. Selbstverständlich übertrifft das Angebot an verschiedenen Reissorten die in Europa übliche Auswahl bei Weitem. Neben den verschiedenen Sorten sind auch die Anbauregion und das Alter des Reises ausschlaggebend für den Preis.

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Danach gehts zurück in die Wok-Küche und wir beginnen, unter der ausserordentlich virtuosen Anleitung von Ary, unsere Hackebeile zu schwingen, um ein Mis-en-Place der Zutaten bereitzustellen. Und los gehts mit Kochen. Nachdem Ary uns exemplarisch die Grundkenntnisse des Rührbratens vorgeführt hat, stellt er sich in's Zentrum der Kochstellen der Kursteilnehmer und hilft mit traumwandlerischer Sicherheit jedem Schüler sein individuelles Menue zu brutzeln. Dabei wetzt er (völlig entspannt) von Wok zu Wok und dirigiert seine Schüler wie ein Dirigent sein Symphonie-Orchester: Mehr Feuer, jetzt die scharfen Zutaten, jetzt die Gemüsesektion, rühren, Wok kippen, runterschalten, würzen, raufschalten, nur brodeln lassen ja nicht rühren, probieren, nachwürzen.... Wir kochen und schwitzen, aber sind alle total entspannt und lachen viel...und das Wichtigste, wir sind alle begeistert vom delikaten Geschmack der entstehenden Gerichte.

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Gegessen wird an einer traditionellen, thailändischen Tafel (also: Sitzen ohne Stühle auf einem leicht erhobenen Podest). Die Gerichte schmecken wirklich ausgezeichnet lecker und raffiniert und... wir haben sie erst noch selbst gemacht! Zum Abschluss erhalten wir ein Kochbuch mit all den Tipps, Rezepten und Tricks, die wir in diesem Kurs gelernt haben. Das Buch wird uns überreicht mit den "urthailändischen" Worten: "Lache beim Kochen und werde Millionär!"

Vielen Dank an die "Asian Scenic Cooking School" und an den lockeren, herzlichen und kompetenten Ary!

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