Nine Million Motorbikes (in Hanoi)

In Anlehnung an Katie Melua's Song "Nine Million Bicycles" haben wir Hanoi und seinen unglaublichen Verkehr kennen gelernt. Die Hauptstadt Vietnams (seit über 1000 Jahren!) zeigt sich facettenreich: Charmant, hektisch, geschäftig, aber auch verspielt. Wir lassen uns durch die 36 Gassen der Altstadt treiben, besuchen Tempelanlagen und Museen, essen am Strassenrand leckere Gerichte und besuchen ein Wasser-Puppenspiel.

Hanoi eine alte Dame mit Charme und Energie.

In der Altstadt von Hanoi werden alle Asien-Klischees Wahrheit. Vietnamesischer Verkehr gleicht einem chaotischen Reissverschluss Prinzip. Vietnamesen begegnen uns verspielt wie kleine Kinder und scheinen dabei geschäftstüchtig und arbeitsam.

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Seit zwei Tagen durchwandern wir mit Flip-Flop Geschwindigkeit die Hauptstadt Vietnams. Wir lassen uns durch die Gassen treiben und bleiben immer wieder staunend stehen. Wir sind, wie wohl die meisten westlichen Besucher, überwältigt und fasziniert davon, wie Hanois Bewohner täglich abertausende von Aktivitäten in einem chaotischen Gewirr durcheinander schlingen. Auf den Strassen und Gehsteigen der Altstadt, wird alles erledigt, was in Europa eingeschlossen in Wohnzimmern, Küchen, Werkstätten und Läden stattfindet. Es wird gekocht, gegessen, gehandelt, palavert; es werden gleichzeitig Fische geköpft und Schuhe geflickt, es wird Schach gespielt und Bier getrunken, es werden Rasuren angeboten und Frösche fritiert, es wird Geschirr gespühlt und Fleisch zerhackt, es wird Suppe geschlürft und Abfall zusammengekehrt, es werden Kräuter verlesen, Nähmaschinen geflickt... Und alles passiert auf engstem Raum und meist direkt auf dem Boden. Dieses geschäftige Leben wuselt auf den, von Motorrollern überstellten Gehsteigen, während auf den Strassen und auch in den engsten Gassen eine unzählbare Menge an verschiedensten seltsamen Gefährten, Fahrrädern, Motorrollern, Autos und Bussen vorbeidonnert und die Luft bleischwer werden lässt.

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Hanoi scheint in vielen Belangen nach einem chaotischen, sich selbst regulierenden Prinzip zu funktionieren. So hat man bei vielen Wohnbauten das Gefühl, dass die äussere Erscheinung der Häuser weniger durch ein architektonisches Konzept bestimmt wird, als vielmehr das Resultat vieler kleiner baulicher oder wohnlicher Bedürfnisse ist. Das gleiche gilt für die abenteuerlich wirkende Stromversorgung oder auch die Art und Weise, wie sich der Verkehr auf den Strassen organisiert.

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Alles ergibt sich Schritt für Schritt. Jeder fädelt sich gerade dort ein, wo es noch Platz hat. Man fährt mit seinem Fahrzeug über eine Kreuzung, indem man mit steter Geschwindigkeit nach seiner persönlichen kleinen Verkehrslücke Ausschau hält. Ebenso überquert man als Fussgänger eine heftig befahrene Strasse. Ampeln oder Strassenmarkierungen? Wenn überhaupt vorhanden, dann eigentliche zur Dekoration. Hier zwei Filmdokumente, welche dem aufmerksamen Betrachter vielleicht etwas erklären können, wie man sich das Prinzip denn nun so vorzustellen hat.

Verkehr ohne Regeln

Strasseüberqueren für Mutige

Die tausenden von Motorrollern und Fahrräder werden mit unglaublichen Mengen an Gepäck beladen. Das Spektrum reicht von ganzen mobilen Verkaufsständen über schwerste Reissäcke bis zu vielleicht 5m langen Bambusstangen.

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Wir sind auf jeden Fall fasziniert von alledem. Wir geniessen, nach der in den Bergen von Laos doch eher kargen Kulinarik, den Komfort und die vielen verschiedenen Köstlichkeiten einer Grossstadt. Und wir geniessen es auch, dass wir hier die Schriftzeichen wieder lesen können und viele Vietnamesen Englisch sprechen. Wir haben ein wunderbar ruhiges und schönes Hotel inmitten des Trubels der Hanoier Altstadt, in dem man uns bei der weiteren Organisation unserer Reise professionell unterstützt. Neben unseren ausgedehnten Spaziergängen besuchen wir natürlich auch wichtige Hanoier Sehenswürdigkeiten und kulturelle Veranstaltungen. So statten wir zum Beispiel Ho Chi Minh ("Uncle Ho") einen Besuch ab, sehen uns ein Wasserpuppen Theater an, besichtigen das Museum of Fine Arts, besuchen den Literaturtempel, trinken in einem der vielen Kaffees den berühmten vietnamesischen Filterkaffee (für Monika mit gesüsster Kondensmilch ;-), für Thierry schwarz und ohne Zucker) und lassen uns immer wieder vom ständigen Strom der vorbeiziehenden Motorräder in Trance versetzen.

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