Mit dem Motorrad nach Kuang Si

Heute machen wir einen kleinen Ausflug zu einem Wasserfall, lassen uns vom Fährimann über einen Fluss schippern, essen Fondue und machen Bekanntschaft mit einem gefrorenen Matator.

Wir haben uns die "Trip Advisor" Empfehlung zu Herzen genommen und beschliessen die auf Platz zwei figurierende Sehenswürdigkeit, den Wasserfall "Kuang Si" zu besuchen. Wir mieten uns erneut ein Motorrard, welches diesmal (zwar auch eine Honda, aber) in einem wesentlich schlechteren Zustand ist: wenig Kraft, weder Füllstandanzeige noch Tacho funktionieren und da waren noch die Bremsen... Und los gehts mit unserer "Mühle", diesmal auf der rechten Strassenseite, hinaus zum Wasserfall. Wir fahren aus der Stadt hinaus auf einer zwar neuen, aber mit bereits recht vielen Schlaglöchern versehenen Strasse, circa 30km über Land. Dies ist eine wunderschöne Tucker-Fahrt, auf der uns praktisch kein Auto entgegenkommt, und wir auch niemals von irgendeinem gehetzten Verkehrsteilnehmer überholt werden. Das ist Verkehr auf laotisch! (Der CO2 Ausstoss von Laos ist im asiatischen Vergleich sehr niedrig; Laos besitzt ungeheuer viel, für den motorisierten Verkehr nicht erschlossene Waldfläche, hat nur wenige asphaltierte Strassen und noch weniger privaten Auto-Verkehr.)

Der Wasserfall ist traumhaft schön. Eine gut erschlossene Anlage führt den Besucher zuerst über mehrere opalblaue Kaskaden und Becken immer weiter hinauf bis man, auf einer Holzbrücke stehend, bewundern kann, wie sich das Wasser 25 Meter in die Tiefe stürzt. Neben der letzten grossen Stufe führt ein schmaler, schweisstreibender Pfad weiter hoch. Sportlich dynamische Besucher (also wir :-) ), können so bis zur obersten Ebene des Wasserfalles hinaufklettern. Dabei muss man im obersten Teil eine Treppen überwinden, die vom Wasser überflutet wird; dies verschafft den Füssen eine willkommenen Abkühlung.

files/Bilder/SOA2012/121025-01.jpgfiles/Bilder/SOA2012/121025-02.jpg

files/Bilder/SOA2012/121025-03.jpgfiles/Bilder/SOA2012/121025-04.jpg

files/Bilder/SOA2012/121025-05.jpgfiles/Bilder/SOA2012/121025-06.jpg

files/Bilder/SOA2012/121025-07.jpg

Nachdem wir nun einigermassen verschwitzt durch den Auf- und Abstieg wieder im unteren Bereich des Wasserfalles angelangt sind, nehmen wir die Gelegenheit wahr in einem der natürlichen Pools des Wasserfalles zu baden. Das macht unheimlich Spass! Das Wasser hat die ideale Temperatur, wir können versuchen gegen den Strom zu schwimmen, um uns danach wegtreiben zu lassen. Ein Badeparadies "Natur pur".

files/Bilder/SOA2012/121025-08.jpg

Nach unserer Rückkehr nach Luang Prabang führen wir gegen Abend die Stadtbesichtigung weiter und steigen auf den Hausberg "Phou Si" hoch, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Zu Abend essen wir in einem ganz speziellen Restaurant, dem "Dyen Sabai". Um dahin zu gelangen, muss man sich, während oder kurz nach der Regenzeit, mit einer Fähre über den Namkong schippern lassen, da die Bambusbrücke, welche das Restaurant mit der Halbinsel der Altstadt verbindet, jeweils weggeschwemmt wird.

files/Bilder/SOA2012/121025-09.jpg

Das "Dyen Sabai" ist ein Restaurant, dessen Essensplätze in traditionell laotischem Stil gehalten sind. Das heisst, man isst auf tiefen Tischen und sitzt auf Kissen am Boden. Die einzelnen Tische sind in mehreren verteilten Pavillons in einem Waldstück übereinander gestaffelt. Wir suchen uns also eine gemütliche Ecke aus, werden sofort mit den hier üblichen "Antimoskito-Räucherspiralen" versorgt und bestellen ein laotisches Fondue. Es handelt sich dabei um eine interessante Mischung aus japanischem "Shabu Shabu" und Tischbarbecue über offener, glühender Holzkohle. Das Gemüse und die Glasnudeln werden im Wasser am Rande des Grills gekocht und in in der Mitte wird das Fleisch gegrillt. Obwohl (oder gerade weil ;-) wir die gesamte Tischnachbarschaft mit unserem Rauch einhüllen, schmeckt diese Spezialität wirklich ausgezeichnet und es macht erst noch Spass sie zu kochen... Monika behauptet sogar, dass dieses Fondue alle anderen bis dahin bekannten Fondue Zubereitungsarten schlägt!

files/Bilder/SOA2012/121025-10.jpgfiles/Bilder/SOA2012/121025-11.jpg

Das Essen ist leicht und schmackhaft, so dass wir beschliessen uns nachher in der Stadt noch einen Abschluss-Cocktail (Frozen Matador und Piña Colada geben sich die Ehre) zu gönnen.

files/Bilder/SOA2012/121025-12.jpg

Leicht beschwingt geht es dann zurück ins Hotel. Aaahh, dasch Läben ischt schööön!!!!!

Zurück