Mit dem Fahrrad unterwegs - Teil 1

Wir sind in Thailand auf dem Elefanten unterwegs gewesen, in Laos zu Fuss, in Vietnam mit dem Motorrad und nun werden wir in Kambodscha mit dem Drahtesel die Landschaft erkunden. Die Reise führt uns von Phnom Penh nach Battambang, entlang der westlichen Küste des Tonle Sap Sees. Begleitet werden wir durch einen charmanten Grasshopper...

Mit dem Bike entlang dem "Tonle Sap"; von Phnom Penh nach Battambang

Der See "Tonle Sap" liegt wie das pulsierende Herz Kambodschas im Zentrum des Landes. Seine Grösse verändert sich im Rhythmus der fortschreitenden Jahreszeiten. Die Regenzeit lässt seine Fläche auf circa das Doppelte anschwellen. Sie bewirkt sogar, dass der Abfluss des Sees im Osten seine Flussrichtung ändert und sich in einen zweiten Zufluss verwandelt. Alles was auf und im See lebt, passt sich seinem Rhythmus an. Am nord-westlichen Kopf des Tonle Sap liegt die weltberühmte Kulturstätte Angkor Wat. Diese ist das nächste Ziel unserer Reise. In der Rezeption des Anise Hotels entdecken wir einen Flyer der "Grashopper Adventures Asia Bicycle Tours" und wir beschliessen: unser Fortbewegungsmittel sei diesmal das Mountain Bike.

Also...organisier,organisier...und siehe da, was andere Reisende mindestens 2 Monate im Voraus buchen, klappt bei uns zwei Tage vor Abreise. Super und - oh... noch schnell zwei Radlerhosen einkaufen, denn diesmal reduzieren wir die Sitzfläche nochmals um mindestens 2/3 auf circa 350cm2 - ;-)

Unser Trail wird uns in drei Etappen 56km/30km/25km von Phnom Penh über Kapong Chhnang nach Battambang führen. Wir müssen jedoch einräumen, dass diese ca. 100 km nicht der gesamten Distanz zwischen Phnom Penh und Battambang entsprechen, da zwei Teilstrecken sogenannte "Transfer Strecken" sind. (Das heisst wir reisen zwar mit dem Bike, aber das Bike steht hinter uns im Van :-)). Na ja, für zwei "auchunternullgradgewöhnte Europäer" ist das wohl legitim. Denn während der Mittagszeit herrschen auf Kambodschas Strassen mindestens 34 Grad. Den letzten Teil des Weges nach Siem Reap möchten wir dann mit dem Boot auf dem "Stung Sanke" durch das Überschwemmungsgebiet am westlichen Kopfende des Tonle Sap zurücklegen. Diese Bootsfahrt sei eine der schönsten in Indochina. Doch jetzt genug der Geografie. Los geht's!

MIt einem umwerfend charmanten und warmherzigen Lächeln holt uns Cham, der bikende Grashopper, am frühen Morgen des ersten Tages im Hotel ab. Wir bekommen unsere Bikes, Helme, eisgekühltes Trinkwasser, reiben uns mit Sonnencreme ein und los geht's: "Just follow the guide!"

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Tag 1

Wir danken Gott (naja, dem Laden "Vicious Cycle" in Phnom Penh) für unsere Bikerhosen und retournieren unzählige lautstarke "Helllouuus", die kleinen Kehlen entspringen.

Zuerst radeln wir durch das betriebsame Phnom Penh, über den alten Markt, danach den stillgelegten Schienen der Eisenbahn entlang und erreichen schliesslich das offene Land. Es empfängt uns eine umwerfend malerische Ebene aus Reisfeldern, Zucker-Palmen, weissen Kühen und roter Erde. Auf kleinen Strassen durch Khmer-Dörfer werden wir von hunderten von kleinen Kindern begrüsst, die an den Rand der Grundstücke eilen, um die Radler zu begrüssen oder einen Handschlag von uns zu ergattern.

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Um circa 10h erreichen wir das Gelände einer modernen Tempelanlage, wo wir Sticky Rice-Snacks, frische Früchte und kaltes Wasser geniessen; gerade rechtzeitig um unsere Batterien wieder aufzuladen. Danach radeln wir weitere 20km durch wunderschöne, überschwemmte Reisfelder, aus denen sich schlanke hochaufragende Zucker-Palmen erheben, bis inmitten der Ebene plötzlich ein imposanter Felsen wie aus dem Nichts erscheint. Eine weisse Buddha Stupa und zwei königliche Grabstupas zieren seine Spitze. Wir haben unser Etappenziel vor uns: Udong, die ehemalige Hauptstadt Kambodscha. Nach einem feinen und erholsamen Mittagessen in einem Hängemattenrestaurant am Fuss des Berges, steigen wir die 504 Stufen zum Buddhatempel hoch und geniessen auf 360 Grad eine umwerfende Aussicht in die Zentralebene Kambodschas.

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Danach: Transfer nach Kapong Chhnang, was übersetzt der "grosse Ort der Tonkrüge" heisst; und damit sei auch gerade der Hauptprogrammpunkt des nächsten Tages verraten...

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