Französischer Charme in asiatischem Gewand

Eine Stadt in Laos mit französischem Charme, ein Königspalast in einem sozialistischen Staat und ein leckeres Buffet für 1.20 CHF - Luang Prabang bietet viele Überraschungen!

Die Altstadt von Luang Prabang paart die Hinterlassenschaft französischer Kolonialherrschaft mit laotischer Gelassenheit, Naturverbundenheit und buddhistischer Lebensart. Die Altstadt liegt auf einer Halbinsel, die durch den Zusammenfluss von Mekong und Namkong entsteht. Das Strassenbild ist geprägt von ein- bis zweistöckigen Häusern in französischem Kolonialstil. Diese sind eng verwoben mit exotischen Pflanzen, diversen An- und Umbauten, erweiternden Hütten und Terrassen. Es entsteht ein malerischer Mix aus laotischen und kolonialen Architekturelementen und verschiedenster exotischer Pflanzen, die aus allen Ritzen und Spalten herauswachsen. Die Stadt bietet dutzende von kleinen Hotels und Gasthäusern mit Terassen auf den Mekong und kleinen gemütlichen Hinterhöfen. Der Tourismus floriert und scheint Devisen freizusetzen, denn überall wird gebaut und renoviert, entstehen neue Restaurants und Angebote für die ausländischen Gäste. In Luang Prabang lässt sich leben!

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Nach unserer Ankunft besuchen wir als erstes den Handwerker Nachtmarkt, der uns überwältigt, durch die stille und sanfte Athmosphäre, welche unter den roten und blauen Zeltdächern herrscht. Keine Hektik, kein Gedränge, kein lautes Feilschen und Anpreisen der Waren...nur der leise Gruss der Laoten "Sabaidee" klingt uns von allen Seiten entgegen. Feilgeboten werden gewobene Stoffe, Patchworkarbeiten und diverse Gerätschaften aus fantastisch schönen Hölzern. Daneben gibts natürlich auch die Abteilung "Garküchen": Wir entscheiden uns für einen Stand, der eine breite Palette laotischer Gerichte als Buffet für 10000 Kip (ca.1.20 Fr.) pro grossem Teller anbietet und machen so unsere erste ausgiebige Begegnung mit laotischer Kochkunst... hmmm ooch lecker!

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Unseren ersten Tag verbringen wir damit, die Stadt zu erwandern, die Mekongterrassen der Kaffees auszuprobieren, die weitere Reise zu planen und den Königspalast (Laos ist heute ein kommunistischer Staat) zu besuchen. Der Palast liegt inmitten einer gepflegten Anlage aus Palmirapalmen, hat eine angenehm "menschliche" Dimensionen und besticht durch einen wunderschönen Thronsaal, der ganz in Dunkelrot und Gold gehalten ist. Die Wände und Decken sind mit hunderten von Figuren in Einlegearbeit übersäät, welche die Geschichten und Geschicke der vergangenen Dynastien zu erzählen scheinen.

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Am Abend schlendern wir ins Tamarind, ein Restaurant, das klassische laotische Küche mit modernen Ideen verbindet. Auf der Karte sind die Gerichte und Zutaten auch in Englisch beschrieben, und die Kellner nehmen sich die Mühe, den Gästen zu erklären, wie man denn nun das Bestellte fachgerecht isst. Da wir nicht reserviert haben und kein Platz mehr frei ist, wird uns vom zuvorkommenden Geranten einfach schnell ein Tisch organisiert, der auf der anderen Strassenseite auf's Trottoir gestellt quasi als "Dependance" dient. Hier an unserem "privatisierenden" Tischchen mit Sicht auf den Mekong erhalten wir das Amuse-Bouche, die Karte und eine Kerze zur romantischen Ausleuchtung. Uns gefällt diese Sonderbehandlung so gut, dass wir fast enttäuscht sind, als dann doch sehr schnell ein Platz auf der Restaurantterrasse frei wird und wir in's "reguläre Tamarind" wechseln können. Wir lernen eine äusserst delikate Kürbis/Kokosnuss/Ingwer Suppe kennen, testen schmackhafte, eher deftige Luang Prabang Würstchen, getrocknetes, mariniertes Büffelfleisch und stellen uns "Miangs" aus diversen Zutaten selbst zusammen. Selbstverständlich fehlt bei diesem Testlauf auch der in Laos allgegenwärtige "Sticky Rice" nicht. Luang Prabang ist eine wunderbare Stadt um einfach zu sein...

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