Er schläft nicht - er liegt!
Unser erster Tag in Bangkok unterwegs:Eine Fahrt auf dem Fluss, ein liegender Buddha und Feilschen um eine Taxifahrt.
Nach der anstrengenden Reise nehmen wir es heute ein bischen gemütlich: Wir schlafen aus, essen ein fürstliches Frühstück und verlassen um etwa 12:00 das Hotel. Wir sind gespannt darauf, wie wir einen ersten Tag in Bangkoks heissen Strassen alleine organisieren werden. Mit dem Skytrain fahren wir zum Chaopraya, der Lebensader von Bangkok: Jetzt wissen wir auch, was der Name des feinen Thai Restaurants in unserem Städchen zu Hause bedeutet (und nicht "Ochsen" wie ursprünglich angenommen...). An der Anlegestelle erfahren wir, dass leider viele Schiffe nicht fahren, weil eine Übung für eine bevorstehende Prozession etwas flussaufwärts stattfindet. Nach kurzer Beratung lädt uns ein Longtailboat-Fahrer auf einen Tripp mit seinem schnittigen Boot ein. Ein Longtail-Boot ist ein schlankes, langes Schiff, das von einem "überdimensionierten Rahmschläger" betrieben, über die braunen Fluten des Chaopraya flitzt und dabei ab und zu die eigenen Fahrgäste mit Spritzwasser versorgt, - was bei 33 Grad mit wohlwollenden Schreckensschreien verdankt wird.-

Wir steigen beim Wat Pro aus und besichtigen die wunderschöne Tempelanlage des liegenden Buddhas. Eine mehrere Meter hohe goldene Buddhafigur (14m hoch, über 40m lang) liegt in einem extra für sie erbauten Tempel. Der Besucher beginnt seine Umrundung am Kopfende, wandert langsam dem liegenden Körper entlang, hinunter bis zu den riesigen Füssen, deren Unterseite von feinsten Perlmutt-Intarsien verziert sind.


Auf dem Foto sieht man, wie ein Handwerker daran ist, den Fuss zu bearbeiten.

Ob das wohl kitzelt? Die Wanderung wird begleitet von einer leise klimpernden Musik, deren Quelle irgendwo hinter dem Rücken des Buddhas liegt. Erst nachdem man die Füsse umrundet hat, entschlüsselt sich der Ursprung dieses Geräusches. An der Wand befinden sich 180 kupferne Schüsseln. In jede dieser Schüsseln lässt eine langsam vorbeischreitende Reihe von Tempelbesuchern eine kleine Münze fallen. Die Vielzahl dieser fallenden Münzen ergibt dann den zauberhaften Klangteppich von welchem der liegende Buddha eingehüllt wird. Die Tempelanlage von Wat Phro ist wunderschön und erstrahlt in warmen Farben und goldenem Glanz.



Nach diesem unserem ersten heisssssseeeen!!! Tag, beschliessen wir uns mit einem Taxi zurück ins Hotel bringen zu lassen. Wir lernen, das in Bangkok in der Nähe von Touristenattraktionen kein Taximeter-Taxi nach Taximeter fahren will ;-), für die gleiche Strecke vier verschieden Preise ausgehandelt werden können und dass es manchmal vielleicht gerade von Vorteil ist, dass das Taximeter im staugeplagten bangkoker Verkehrsgewühl nicht mitzählt. Im Hotel kühlen wir uns mit einem Bad im hauseigenen Pool ab und geniessen ein superfeines Thai Menue zum Abschluss. Wir haben den nächsten Tag schon geplant: Der wird uns sicher durch "Markt und Bein" gehen!