Ein unvergesslicher Trek zu den Hmongs - Teil 2

.. der zweite Teil unserer Reise in den Urwald!

Nach zwei Tassen improvisiertem Kaffee (Nestle instant Pulver sei Dank) und einem Schwamm-Toast-Brot geht unsere Wanderung weiter.

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Der Weg führt, wer hätte das gedacht, natürlich bergauf. Heute verspricht ein klarer Himmel viel Sonne. So sind wir froh, als Vang uns mitteilt, dass wir viel im Schatten des Waldes unterwegs sein werden. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen ist, dass Schatten auch Feuchtigkeit bedeutet und Feuchtigkeit bedeutet, ideales Klima für Moskitos und Blutegel!! ;-) . So wandern wir weitere 4h Stunden bergan und bergab durch fantastische Dschungel Landschaften, erhalten Ausblicke in scheinbar unberührte Täler, später auch auf terrassierte Reisfelder und weitere kleinere Hmong Siedlungen. Wir überqueren Wasserläufe auf quergelegten Baumstämmen oder waten barfuss durch kleinere Flüsse.

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Dann nach einer kurzen Verschnaufpause fordert uns Vang auf, die langärmligen Shirts anzuziehen, da wir nun zu einem Wasserfall hochsteigen wollen, und er hier den Pfad mit der Machette zuerst freischlagen muss. Wir folgen nun also unserem Guide in dichtes Unterholz und bücken und winden uns durch die kleine Schneise die Vang freischlägt. (schliesslich ist er ja wesentlich kleiner als wir). Mit dem Abschlagen der Äste werden auch unzählige Blutegel aus ihren Wartepositionen unterhalb von Blättern aktiviert, und so kämpfen wir nicht nur mit dem Unterholz und der Steigung, sondern auch mit einem grausligen Gewimmel in unseren Schuhen. Nach circa 30 Minuten haben wir es endlich geschafft. Wir erreichen die unterste Stufe des Wasserfalles. Schnell schlüpfen wir aus unseren Beinkleidern um Schadensbegrenzung zu betreiben. Hektisch lesen wir die Blutegel ab und waschen die Füsse im Wasser. Gut, dass dieses Gewürm keine Tropenkrankheiten überträgt, sonst wären wir wohl noch panischer geworden - (und sorry, dass wir die vollgesogenen Egel vor dem Ablesen nicht fotografisch dokumentiert haben ;-)

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Hier an diesem traumhaft schönen Platz essen wir erneut Reis und Huhn, um für den noch kommenden Aufstieg über den Wasserfall genügend Kraft zu sammeln.

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Danach steigen wir über die circa 15 Stufen des Wasserfalles hoch. Dabei durchqueren wir immer wieder die verschiedenen Wasserbecken auf deren Schwellen. Das macht richtig Spass und wir kommen uns vor wie unerschrockene Urwald Explorer.

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Im obersten Becken angelangt nehmen wir die Gelegenheit wahr um zu schwimmen. Und hier liegt auch der Grund, warum Monika in Phonsavanh einen Sarong organisieren musste... in Laos baden die Damen nämlich sittsam im Sarong; und da unser Tourbeschrieb dieses Kleidungsstück für die Ausrüstung vorschreibt, haben wir das schweizerisch pflichtbewusst auch besorgt. Hier jedoch, mitten im Urwald, einzig begleitet von Vang, der selbst unkompliziert einfach in der Unterhose badet, bleibt der Sarong im Rucksack. Es wäre eh' Sünd und schade um den fein gewirkten Stoff. Wenn wir geglaubt haben, beim Wasserfall "Khouan Xi" bereits das ultimative "Natur Pur" Badeparadies gefunden zu haben, so werden wir hier Lügen gestraft. Es ist einfach wie bei Tarzan...sooooooo schööööönnnnnn!!!

Nach dieser erfrischenden Badepartie wandern wir noch circa eine Stunde weiter, bis wir wieder das berühmte Bombendorf "Ban Tha Jok" erreichen. Das Hmong Dorf bekam diesen Spitznamen daher, da hier besonders viel Kriegsschrott in der Architektur als Baumateial wiederverwendet wurde und es deshalb quasi zu einer Touristenattraktion avancierte.

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Vollkommen "gekocht" aber glücklich, fahren wir mit einem total überfüllten "Songthaew" nach Phonsavanh zurück und laden unseren Guide noch zu einem Essen ein.

Wir möchten an dieser Stelle allen Lesern/innen diese einmalige Tour von Mr. Vang Kou empfehlen, der im Moment im Begriff ist, ein eigenes Business aus dem Nichts aufzubauen.

Buchen kann man unter:

Email: hitolao@hotmail.com
Website: plainofjartour-com.webs.com
Cell: (856-20) 22737344 (Vang spricht sehr gut Englisch)

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