Anzug, Wasserbüffel und Easy Rider
In Vietnam erleben wir immer wieder sehr kundenfreundliche Dienstleistungen: Der Schneider produziert in zwei Tagen wunderschöne Kleider nach den Wünschen des Kundens zu unschlagbaren Preisen, die Postbeamtin kommt ins Hotel, die Wasserbüffel weichen den Langnasen ohne Muhen aus dem Weg und wir planen auf dem Sofa der Lobby eine Tour mit den Easy Riders...
Gestern regnete es hier ausdauernd...wir haben viel Zeit im Hotel verbracht, haben unsere weitere Reise organisiert, sind zu einem Anprobetermin in die Schneiderei und am Abend noch fein Essen gegangen. In Kürze nun vier Ereignisse der letzten zwei Tage:
Des Thierrys neue Kleider
In sensationeller vietnamesischer Hochgeschwindigkeit entstand gestern und heute Thierrys neuer Stolz: zwei Jackets, die Mister "Spock" vor Neid erblassen lassen. Thierry ist glücklich weil noch viel schöner und die Schneiderei "Yali" ist glücklich weil noch viel reicher... Der Service, war gut, die Qualität stimmt und der Preis ist äusserst angemessen. Jedenfalls wenn uns nach unserer Heimkehr nicht noch eine allzu heftige Zollgebühr die Freude an der neuen Errungenschaften trübt.


Die Postbeamtin von Hoi An auf Kundenbesuch
Heute haben wir beschlossen, einen Teil unserers Gepäckes nach Hause zu schicken. Als wir unser Anliegen an der Hotelrezeption vorbringen und die Rezeptionistin bitten, uns einen entsprechenden Karton zu organisieren wird kurzerhand ein Termin mit der offiziellen "Packerin" der Post vereinbart. Diese macht, ausgerüstet mit analoger Waage, Klebeband, Karton, Schere und Tarifberechnungstabelle, Hausbesuche zu Wunschzeiten im Hotel und leistet so quasi einen "Störschalterdienst". Na, wie wär sowas in der Schweiz?
Wasserbüffel und idyllische Vorstadthäuschen
Heute nachmittag haben wir eine wunderschöne kleine Radtour durch die Reisfelder vor der Stadt gemacht. In Schlendriantempo fahren wir eine Strecke von circa 8km durch idyllische Bilderbuchlandschaft.








Und morgen? Ab in die koloniale Sommerfrische nach Da Lat! ("The City of 1000 Pine Trees" auf 1500m ü.M.)
Nachdem wir diverse Varianten für die Weiterreise zu unserem nächsten Reiseziel studiert haben, sind wir darauf verfallen, die Küste zu verlassen und durch das zentrale westliche Hochland Vietnams zu fahren, um den grossen Touristenströmen zu entkommen. Wir werden in den nächsten fünf Tagen als Sozius mit zwei "125 ccm - Easy Ridern" mitreiten. Was uns dieser Tripp alles bringt, werden wir wohl erst in einigen Tagen publizieren. Das eine oder andere Funkloch dürfte unseren Weg kreuzen – und überhaupt, auf dem Sozius lässt sich so schlecht tippen! ;-) – Also keine Sorge... "no news are good news"!
...Also "Adieu" Hotel "Cua Dai", wir haben das Ambiente hier genossen!

